"FAIRgabe" statt "Geiz ist geil"

Mittwoch, 10. März 2010, 20.00 Uhr, Katholisches Gemeindehaus in Dietlingen, Bachstr. 8


„Globalisierung ist keine Naturgesetzmäßigkeit, der wir uns unterwerfen müssen, wie uns so mancher weismachen will.
Globalisierung ist gestaltbar.“

Klaus Heidel  (bei unserer Veranstaltung am 06.10.2004) 
"Der Mörder war wieder der Gärtner, oder: Ist die Globalisierung an allem Schuld?"


Podiumsgespräch zum Thema 'sozial - ökologische öffentliche Auftragsvergabe' mit:

Gunther Krichbaum, MdB

Uwe Kleinert, Werkstatt Ökonomie

Ulrich Pfeifer, Bürgermeister Keltern

Erich H. Franke, AFUSOFT GmbH

Klaus-Peter Spohn-Logé, Sozialsekretär KDA Baden

Auf jährlich rund 360 Milliarden Euro werden die Investitionen der öffentlichen Hand in Deutschland geschätzt. Mit der Umsetzung der europäischen Vergaberichtlinie ist die Anwendung sozialer und ökologischer Kriterien bei der öffentlichen Beschaffung im Februar 2009 als „Kann“-Bestimmung in das deutsche Vergaberecht aufgenommen worden.

Wenn alle Verwaltungen auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene die neue Rechtslage voll ausnutzen und soziale und ökologische Kriterien beim Einkauf anlegen würden, könnte diese Nachfragemacht einen gewaltigen Schub für Umweltschutz und Menschenrechte und damit für eine soziale Gestaltung der Globalisierung auslösen. In der Regel fällt die Wahl allerdings nach wie vor auf das „billigere Angebot“.

Um dieses neue Prinzip in der Vergabepraxis tatsächlich durchzusetzen, sind weitere systematische Anstrengungen nötig. Andere Europäische Staaten wie Großbritannien, Österreich, die Niederlande, Norwegen und Schweden haben für die Planung und Steuerung eines derartigen Prozesses nationale Aktionspläne entwickelt und setzen diese zum Teil bereits um.

Auch in Deutschland ist die Bundesregierung in der Pflicht, einen Aktionsplan aufzustellen. Das Netzwerk für Unternehmensverantwortung „CorA“, ein Zusammenschluss von 40 Nichtregierungsorganisationen (NROs), hat bereits im letzten Jahr zentrale Elemente für einen solchen Plan entwickelt und vorgelegt.

Uwe Kleinert von der Werkstatt Ökonomie - einem Mitglied des Netzwerkes - wird zu Beginn in einem ca. 20minütigen Impulsreferat die CorA-Vorschläge vorstellen. Anschließend diskutieren die Podiumsteilnehmer das Thema aus Sicht der an diesem Prozess Beteiligten: Gunther Krichbaum als Vertreter der Regierungspartei CDU, Bürgermeister Ulrich Pfeifer als „Beschaffer“ auf kommunaler Ebene, Uwe Kleinert als CorA-Mitglied, Erich H. Franke aus Unternehmersicht und Klaus-Peter Spohn-Logé vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt Baden, der die Moderation übernimmt. Wie immer gibt es auch für die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit der Beteiligung am Gespräch.

Titelseite Gemeindenachrichten Keltern, Nr.9 2010

Links:

Gunther Krichbaum MdB
Werkstatt Ökonomie
Gemeinde Keltern
AFUSOFT GmbH
Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt
Netzwerk CorA
Aktionsplan CorA

www.utopia.de

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"FAIRgabe" statt "Geiz ist geil"

Mittwoch, 10. März 2010, 20.00 Uhr, Katholisches Gemeindehaus in Dietlingen, Bachstr. 8




Bericht Pforzheimer Zeitung, 12.03.2010

Bericht Pforzheimer Kurier, 12.03.2010



Podium

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