"Ein Ruf nach Frieden und Gewaltlosigkeit rund um die Welt"

Ein Bericht mit Bildern und Video vom 'Weltweiten Marsch der Humanisten'

Donnerstag, 18. November 2010, 20.00 Uhr, Albert-Knapp-Haus*, Ellmendingen, Hofgasse (hinter der Kirche)

* Evangelisches Gemeindehaus


Pfarrer i.R. Dieter Hemminger

Referent des internationalen Versöhungsbundes


Initiiert wurde dieses Ereignis, an dem sich eine Millionen Menschen beteiligten, von „Welt ohne Kriege“, einer Internationalen Organisation, die sich seit 15 Jahren für Pazifismus und Gewaltfreiheit einsetzt, und unter Beteiligung vieler anderer Organisationen durchgeführt. Ziel dieses ersten weltweiten Großereignisses seiner Art war zum einen die globale, öffentlich wirksame Forderung nach Beendigung aller Kriege, der Abschaffung aller Atomwaffen sowie jeder Form von Gewalt und zum anderen, möglichst viele Menschen der Weltbevölkerung zu erreichen.

Von Anfang November bis Anfang Dezember 2009 beteiligte sich Pfr. i. R. Dieter Hemminger aus Ispringen im Auftrag des Internationalen Versöhnungsbundes an diesem Marsch, auf der Etappe von Rom nach Dakar. Er wird am 18. November mit Bildern und einem Video von dieser Veranstaltung berichten. Zudem gibt der Referent einen Überblick über die Friedensbewegung, die, weltweit gesehen, noch sehr aktiv und wichtiger denn je ist. Er wird seine Erfahrungen in einer international zusammen gesetzten Gruppe weitergeben und seine tiefe Betroffenheit über die Armut in den westafrikanischen Ländern Mauretanien und Senegal schildern.


Links:

Weltweiter Marsch der Humanisten

Weltweiter Marsch der Humanisten (pdf)



"Ein Ruf nach Frieden und Gewaltlosigkeit rund um die Welt"

Ein Bericht mit Bildern und Video vom 'Weltweiten Marsch der Humanisten'

Donnerstag, 18. November 2010, 20.00 Uhr, Albert-Knapp-Haus*, Ellmendingen, Hofgasse (hinter der Kirche)


Bericht vom Abend

Pfarrer i.R. Dieter Hemminger aus Ispringen berichtete beim Kelterner Forum vom weltweiten Marsch für Frieden und Gewaltlosigkeit. Mit einem Video von der Kundgebung in Prag vermittelte er zu Beginn einen Eindruck von diesem Ereignis, das insgesamt 90 Tage dauerte und die jeweiligen Teilnehmer durch 90 Länder in sechs Kontinenten führte.

Nach den Gründen für seine Beteiligung an dieser Aktion gefragt, antwortete Herr Hemminger: „Wir wissen zwar viel darüber, was man in der Welt verändern sollte, es wird aber zu wenig getan.“ Deshalb wolle er nicht mehr so sehr an Seminaren teilnehmen sondern an Aktionen, um das Thema Frieden und Gewaltlosigkeit zur Sprache und ins Bewusstsein der Menschen zu bringen. Dazu bot der Marsch eine gute Gelegenheit. Auf ihrem Weg von Rom nach Dakar machten die 22 Teilnehmer (aus 15 Nationen) seiner Gruppe Halt in verschiedenen Städten. Sie trafen die Friedensgruppen vor Ort, um mit ihnen über ihre jeweiligen Anliegen zu reden, ihnen Mut zuzusprechen und sie zu stärken. Es gab Demonstrationen, Kundgebungen und ein Bühnenprogramm, das mit einem Friedensgruß in mehreren Sprachen abschloss.

Neben den vielen Erfahrungen und Eindrücken, die er auf der Reise gemacht hat, war auch die, dass die Friedensgruppen in anderen Ländern weitaus aktiver sind als bei uns in Deutschland, und dass sich viele junge Menschen darunter befinden. In jedem Land haben die Friedensaktivisten ihre spezifischen Schwerpunkte. In Spanien sind es z.B. Demonstrationen gegen den Terror, in Marokko treten sie für die Autonomie der seit 1975 annektierten Westsahara ein. In Mauretanien - das formal zwar eine Demokratie ist, die vielen Putsche des Militärs in den vergangenen Jahren aber etwas anderes aussagen – ist es der Kampf gegen die Armut, gegen den Bildungsnotstand und die katastrophale Verschmutzung und in Gran Canaria der Einsatz für Immigranten und Flüchtlinge.

Eine Vision, die er in einer Moschee in Dakar hatte, hat Pfarrer Hemminger mitgebracht: Er möchte im Januar während der Woche der Brüderlichkeit ein gemeinsames Friedensgebet der abrahamitischen Religionen (Christen, Juden, Muslime) in Pforzheim organisieren, wohl wissend, dass das eine schwierige Aufgabe werden kann.



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